
Markus Schweipert
Pharmazeutik / Biotechnologie
Über Markus Schweipert:
Ich komme aus dem medizinischen Bereich. Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten absolviert, dananch jedoch das Studium der Biotechnologie begonnen, wo ich meine Stärken besser fokussieren konnte. Hier habe ich eine Faszination für Wirkstoffe und Enzyme entwickelt, welche ich nun in meine berufliche Laufbahn einbringen möchte
Erfahrung
Während meiner Forschungstätigkeit habe ich mich intensiv mit Histondeacetylasen (HDACs) verschiedener Klassen beschäftigt. Diese Enzyme sind als etablierte Zielstrukturen für kommerziell vertriebene Therapeutika bekannt, wie zum Beispiel Panabinostat für die Behandlung von multiplen Myelomen oder Vorinostat zur Therapie von T-Zell Lymphomen.
In meiner akademischen Laufbahn und während meiner Promotion habe ich mich vorrangig mit Ligandenbindung sowie dem Screening von Wirkstoffen beschäftigt. Dabei war ich für die Verwaltung unserer hauseigenen Substanzdatenbanken verantwortlich, habe neue Substanzen entgegengenommen, getestet und die entsprechende Dokumentation verwaltet. Dank unserer zahlreichen Kooperationspartner hatten wir stets Zugang zu neuen Substanzen, die wir als potenzielle HDAC-Inhibitoren untersuchen konnten. Die daraus entstandenen Ergebnisse wurden publiziert. Dabei konnte ich umfangreiche Erfahrungen mit verschiedenen Assay-Typen sammeln, darunter Enzymaktivitätstests, (zeitabhängige) Dosis-Wirkungskurven, Fluoreszenzpolarisation, Isothermale Titrationskalorimetrie, Thermal Shift sowie diverse Techniken für Assoziations- und Dissoziationskinetiken wie bspw. Stopped-Flow. Einige dieser Methoden habe ich für unsere Arbeitsgruppe optimiert oder neu etabliert. Die daraus resultierenden Daten wurden anschließend für die Analyse von Struktur-Wirkungs-Beziehung (SAR) sowie der Struktur-Kinetik-Beziehung (SKR) verwendet. In diesem Rahmen konnte ich auch Erfahrungen in der Bioinformatik sammeln (Multi-Sequence-Aligments, Datenbankrecherche, Visualisierung, Docking/Simulation, ect). Des Weiteren habe ich nicht-kanonische Aminosäuren mithilfe von Amber-Suppressor-Systemen in Proteine eingebaut, um deren Konformation sowie ligandeninduzierte Konformationsänderungen zu untersuchen. In diesem Zusammenhang konnte ich auch Erfahrungen in der konformationssensitiven Massenspektrometrie (Ion Mobility-Shift sowie Hydrogen-deuterium exchange) sammeln.
Die dafür benötigten Enzyme habe ich mittels molekularbiologischer und mikrobiologischer Methoden eigenständig rekombinant hergestellt. Darüber hinaus habe ich verschiedene Enzymvarianten (punktueller Aminosäureaustausch) hergestellt, um die molekularen Wechselwirkungen zwischen Enzym und Inhibitor zu charakterisieren, sowie deren Aufreinigung optimiert.
Aufgrund meiner bisherigen Tätigkeiten und meiner Leidenschaft für dieses Gebiet suche ich nun nach einer passenden Position, in der ich meine Expertise einbringen kann.
Ausbildung
Ich habe mein Studium der Biotechnologie an der Hochschule Darmstadt absolviert, wo ich sowohl meinen Bachelor- als auch meinen Masterabschluss erworben habe. Im Anschluss daran habe ich im Rahmen des LOEWE Schwerpunkts TRABITA (transiente Bindungstaschen) meine Promotion begonnen, die mit der Disputation im Oktober diesen Jahres erfolgreich abgeschlossen wird.