David Navarro López

vor 4 Jahren · 2 min. Lesezeit · visibility ~100 ·

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Game over: Sind wir bereit zu sterben?

Game over: Sind wir bereit zu sterben?Wir werden alle eines Tages sterben. Das ist Fakt und eine der wenigen Sachen, der wir Menschen wirklich sicher sein können.

Dennoch ist der Tod wenig present in unserem Leben. Wir fahren fort die Dinge zu tun, als würde uns das niemals passieren.

Für gewöhnlich sind wir sprachlos, wenn wir zum Beispiel jemandem begegnen, der eine tödliche Krankheit diagnostiziert bekommen hat.

Wir haben das Gefühl, dass wir nichts sagen oder tun könnten, um die Dinge besser zu machen.


An diesem Punkt habe ich das Bedürfnis etwas zu teilen, das mir selbst passiert ist.

Im November 2003 wurde bei mir Krebs in der rechten Ohrspeicheldrüse diagnostiziert.

Dies ist ein sehr seltener Platz für Krebs und zudem sehr gefährlich bedingt durch seine Lage und Nähe zu unserem Gehirn und anderen lebenswichtigen Organen.

Über vier Monate lang fand ich keinen Arzt, der bereit war mich zu operieren aus mangelnder Erfahrung und weil keiner bereit war, dass Risiko eines Misserfolges einzugehen und wegen der schlechten Nebenwirkungen, die die OP haben kann.

Letztendlich fand ich einen Arzt, der bereit war mich gegen eine große Summe Geldes und meiner Unterschrift unter ein Schreiben, dass ihn von allen Nebeneffekten und sonstigem freisprach, zu operieren.

Danach bekam ich mehrere Sitzungen Chemotherapie. Heute kann ich sagen, die Sache ist erledigt.

Während dieser vier Monate und bis zu der großartigen Nachricht, dass es keine Anzeichen von Krebs mehr in meinem Körper gibt, stand ich dem Tod täglich gegenüber.

Wenn einige „Experten“ davon reden, den Sterbenskranken Empathie entgegenzubringen oder wie man mit schlechten Dingen leben kann, tja, da breitet sich manchmal in meinem Innern ein bitteres Lächeln aus und ich denke:

  • Wenn du wüsstest wie es ist für jeden Morgen den du aufwachst dankbar zu sein…
  • Wenn du wüsstest wie sich der Schmerz des Zweifels anfühlt nicht zu wissen, ob man den nächsten Morgen erlebt…
  • Wenn du wüsstest wie es ist viele Dinge tun zu wollen und die nie passieren werden…
  • Wenn du wüsstest, dass ein schmerzvoller Tod mehr Angst macht als der Tod selbst…
  • Wenn du wüsstest, dass ich nicht an deiner Empathie und deinem Mitgefühl interessiert bin…
  • Wenn du wüsstest wie schmerzvoll Selbstmitleid sein kann für die Dinge, die du getan oder nicht getan hast…
  • Wenn du wüsstest wie es sich anfühlt, seine Lieben wegen dir hoffnungslos leiden zu sehen…
  • Wenn du wüsstest wie es ist noch am Leben zu sein, aber für den Rest der Welt schon tot zu sein…

Ich weiß die Antworten darauf. Und Entschuldigung, diese kann ich mit niemandem teilen, es sei denn, er oder sie hat dieselben Erfahrungen gemacht.

Demnach stimme ich mit den Worten Pascal Derrien überein:

"Es ist egal wie du deine Lebenszeichnungen ausdruckst. Es ist egal wie du deine Existenz kleiden willst. Und es ist nicht so, dass ich es besonders mag, aber hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass es sehr gut möglich ist, dass du und ich nicht mehr sind als Krabbenfleisch?(sehen Sie hier mehr)"

Ich bin dankbar, um dieser Lektion vom Leben gelernt zu haben, und überleben um Vorteil daraus zu ziehen.

Deshalb schreibe ich manchmal die Dinge so, wie ich sie schreibe.

Und es macht mich traurig mit anzusehen wie viele Menschen ihr Leben verbringen / verschwenden und schlussendlich dem Tod entgegenste hen und sich die oben erwähnten Fragen stellen.

Müssen wir wirklich dem Tod ins Angesicht schauen, um den Wert des Lebens zu erkennen?

Menschen, verrückt sind wir.

Übersetzung: Katja Bader


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